Kashmir

Kashmir

Kaum in Indien angekommen wollten wir uns das Himalaya Gebirge anschauen. Wir nahmen also den nächsten Flieger nach Srinagar. Kashmir ist immer noch ein Pulverfass. Das merkten wir schon bei der Ankunft am Flughafen. Überall stehen Polizisten und Militärs mit Maschinenpistolen. Die Sicherheitsvorschriften sind sehr streng. Ab 22:00 Uhr ist Ausgangssperre. Kurz davor wird der Strom für eine viertel Stunde abgeschalten. Morgens um 06:00 Uhr das selbe Prozedere . Beim Rückflug musste jeder noch einmal direkt vor dem Beladen des Fliegers sein Gepäck identifizieren, sonst wäre es nicht mit eingeladen worden. Als wir zu unserer Unterkunft fahren wollten musste wir aussteigen weil es auf einer Brücke einen Aufstand gab.

Wir haben dann später erfahren, daß die armen Leute Einheimische waren die verhindern wollten, daß die (indische) Polizei mit Radladern die Brücke überquert um deren Behausungen zu zerstören weil irgend welche reiche Inder das Land gekauft haben auf dem die Kashmiri schon immer leben.

Unser Hausboot lag am kleineren Nigeen See, gegenüber vom Daalsee. Leider wird der Umweltschutz wie in den meisten armen Ländern nicht sehr ernst genommen. Der Nigeen See ist auf Grund der eingeleiteten Abfälle und Fekalien vollständig umgekippt.

Die Unterkunft selbst war ziemlich urig. Geheizt wurde mit einem kleinen Holzofen, der in der Mitte des Wohnzimmers stand.

Das war aber auch bitte nötig, denn Nachts gingen die Temperatur bis auf -8 Grad Celsius zurück. Unsere Vermieter war auch gleichzeitig ein kleines Tourismus Büro. Wir unternahmen verschiedene Ausflüge. Unter anderem gingen wir auf den Berg Aparwat, wo sich das einzige Skigebiet des Himalaya befindet. Die Seilbahn geht bis auf 4000 m Höhe und ist damit die höchste Seilbahn der Welt. Von dort aus hat man eine gute Aussicht auf den K2 mit seinen 8.611 m.

Es ist wirklich schön in Kashmir. Allerdings leben die Leute in sehr ärmlichen Umständen.

Unser Guide war 83 Jahre alt und trotzdem noch hervorragend zu Fuß unterwegs.

Es bleibt zu hoffen, daß sich die politische Lage stabilisiert. Gepaart mit einem besseren Umweltverständnis könnte die Gegend durchaus vom Tourismus profitieren.